Das Haus in dem die Charaktere der Serie Grey’s Anatomy wohnen ist nahe dem Kerry Park. Nicht zu verwechseln mit Cray’s Anatomy.





Photojournal of the Geyer family
Das Haus in dem die Charaktere der Serie Grey’s Anatomy wohnen ist nahe dem Kerry Park. Nicht zu verwechseln mit Cray’s Anatomy.




Also ich muss mich an der Stelle mal selber loben. Aber ich glaube, dass Pano, was ich heute von der Stadt gemacht habe kann sich wirklich sehen lassen. Habe mal etwas mit LuminanceHDR rumgespielt und erst jedes Einzelbild als HDR gerechnet bevor ich es zu einem Pano zusammengefügt habe. LuminanceHDR lässt sich mittlerweile echt gut benutzen. Man muss nur drauf achten, dass man “auto align” einschaltet und “Mantiuk 06” benutzt als Tonemapping Verfahren. Danach wie normal mit Hugin zusammengefügt. Einziger Nachteil an dem Verfahren, es ist scheinbar extrem anfällig gegen Unschärfe ist. Dadurch das man 3 oder mehr Bilder übereinander legt, ist man ohne Stativ und ohne super-scharfes Objektiv etwas im Hintertreffen.

Zum Thanksgiving Day bin ich mal um den Green Lake gelaufen. Schöne Ecke für einen Spaziergang. Auf der Busfahrt dahin ging es über einige Brücken und da sah man die Cascades sehr gut in der Ferne. Also bin ich, als ich wieder da war, nochmal ans stadtseitige Ufer gelaufen um einen Blick in die andere Richtung zu werfen. So gut hat man die Olympics bisher noch nicht von hier gesehen.





Letztes Wochenende bin ich mal mit dem Bus zum Rizal Park gefahren. Von dort aus sieht man die Stadt von Süden aus und hat einen guten Blick auf das “Industrieviertel” und die großen Stadien. Das Wetter war wie immer um diese Jahreszeit wieder etwas ungemütlich.







Google geht in den USA jetzt auch in die Läden. Kann auch sein, die machen das schon länger, jedenfalls war mir das nicht bewusst. Also, wer mal schauen will, wie es in meinem lieblings Lebensmittelladen um die Ecke aussieht:
Endlich! Es gibt ein neues Album von Mark Knopfler: Privateering. Es ist schon am 3. September rausgekommen, aber das ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Meine Ausrede ist Reisevorbereitung 😉
Das lustigste daran ist aber, das es ein Lied gibt was sich “Seattle” nennt. Einen Bericht mit Hörprobe im Seattle PI gibt es hier.
Seattle – you’ve got to love the rain
…
Upps … da habe ich wohl vergessen auf “Publish” zu drücken. Der Post sollte eigentlich schon am 24. Oktober rausgehen :-/ Naja, da kommt er eben jetzt 😀
Als die Fähre wieder in Seattle angekommen ist, war es schon richtig Dunkel. Leider vibriert so ein Schiff tüchtig, also sind die ersten Bilder nicht ganz so gut.





Am Samstag war ich auf dem Tiger Mountain Trail. Zusammen mit meinem Kollegen habe ich den East Tiger Montain “bestiegen”. Fotografieren war leider etwas schwierig, man konnte zwar weit gucken, aber die Sonne zusammen mit dem Dunst in der Atmosphäre haben zu unmöglichen Kontrastverhältnissen geführt. Außerdem waren viele Bäume auf dem Berg, die den Blick etwas verdeckt haben. Ich habe mir aber jetzt einen Wanderführer bestellt, ich hoffe mal da gibt es bald Touren mit super Aussicht 😉




Auf Wunsch eines einzelnen Herren werde ich mich mal zu US Wahl äußern. Eine Warnung vorweg: dieser Bericht ist sicherlich subjektiv, außerdem habe ich eher wenig Wissen über den Aufbau des politischen Systems hier. Für detaillierte Beschreibung der Politik in den USA würde ich deshalb gern auf die passenden Bücher und Internetseiten verweisen:
Die WP und BZfPB Artikel sind wirklich sehr lesenswert, super für einen Abend mit einem guten Glas Wein und dem Laptop auf dem Sofa. Was sind aber die besonderen Eckpunkte, die man sich merken sollte (bezüglich der Präsidentschaftswahl)?

Soviel zu den Punkten, die einem als deutscher Austauschstudent hier sofort auffallen. Persönlich muss ich (übertrieben gesagt) sagen, dass ich nicht mitbekommen hätte das Wahlen sind, wenn ich es nicht in den Nachrichten gehört hätte. Da WA fest in demokratischer Hand ist und Seattle sowieso, gab es hier keine Wahlwerbung. Meines Wissens nach, war Obama auch nicht auf Tournee in der Stadt. Nur seine Frau war im Oktober mal für eine kurze Rede in einem Konferenzzentrum hier. Die allgemeine Stimmung ist sowieso total pessimistisch. Die Leute, mit denen ich gesprochen habe sagen alle, das es sowieso eine Einheitspartei ist: die Republicrats. Die Unterschiede werden in den Monaten vor der Wahl zwar immer heraus gekehrt und komplett über-radikalisiert, aber im Prinzip sind im Amt die Vorgehensweisen und Entscheidungen die gleichen. Außenpolitisch noch mehr als Innenpolitisch. Besonders frustrierend für die Leute hier ist, dass es selbst wenn es eine Alternative geben würde, diese nur unter extremsten Umständen eine Chance hätte in eine Position zu gelangen in der etwas bewirkt werden könnte. Man beschränkt sich daher eher darauf die Kandidaten (Repräsentantenhaus, Senat) in den etablierten Parteien so zu wählen das Veränderung herbeigeführt werden kann. Mir selbst ist aufgefallen das es wirklich gar keine Berichterstattung über die 6 anderen Parteien gab. Ich wette in Europa wissen 90% der Leute noch nicht mal das es sechs weitere Parteien gibt.
Die Volksabstimmungen über Marihuana (hier Pot-Law) und gleichgeschlechtliche Ehe (hier Gay-Marriage genannt) hingegen wurden deutlich umworben und diskutiert. In vielen Vorgärten hat man diese typischen Fähnchen gesehen auf denen dann Sowas stand wie “Approve R-74”. Die Erwartung vor der Wahl war, dass Gay-Marriage durchkommt und das Pot-Law wahrscheinlich nicht. Zumindest haben viele gesagt das es zu schön wäre um wahr zu ein. Es stellte sich dann schnell heraus, dass 55.4% der Leute nichts dagegen haben wenn Marihuana legalisiert wird. Eine Zeit lang war nicht klar, ob die Gay-Marriage auch durchgekommen ist, letztendlich hat es aber auch diese Abstimmung geschafft (53.2%). Beide “Gesetze” müssen aber noch weiter bearbeitet werden. Zum Beispiel ist es nicht ganz klar, wie das Pot-Law implementiert wird. Es ist nämlich immer noch eine Straftat im Federal-Law (Bundesrecht). Theoretisch könnte also die DEA oder das FBI Leute zumindest juristisch gängeln. Als Tourist bzw. VISA Inhaber ist das aber sowieso egal, denn man hat sich für seine Aufenthaltsgenehmigung an Federal-Law zu halten, zumindest sieht es im Moment danach aus. Es wird also wahrscheinlich wenig (internationalen) Drogentourismus geben.
Ein interessanter Punkt noch. Ich habe ja hin und wieder Kontakt mit meiner Einladeorganisation (das Einreisezeug wäre ein weiterer seeehr langer Blogpost) und deren Reaktion auf die Wahl ist überwiegend positiv. Zwar finden die es sehr mies das auch Obama die Gelder für Austauschprogramme gekürzt hat, allerdings immer noch besser als Romney der in seinem Wahlprogramm stehen hatte, das er alle Unterstützung einstellt. Was das konkret bedeutet hätte, ist zwar nicht 100% klar, es wäre aber wahrscheinlich viel teurer für die “Ausgetauschten” geworden bzw. hätte man im Zweifelsfall kein Visum mehr bekommen.
Falls es noch Fragen gibt, ich habe sicherlich Vieles vergessen, bitte per Kommentar oder E-Mail.
Ein kleiner Rundgang durch den Stadtteil Queen Anne. Schöner Ort zum Wohnen.








