Monthly Archives: October 2012

Ellensburg und Leavenworth

Dieses Wochenende bin ich mit meinem Kollegen Vass und seiner Freundin nach Ellensburg und Leavenworth gefahren. Gestartet sind wir schon am Freitag nach der Arbeit und haben zwei Nächte in Ellensburg übernachtet. Leider hat es sowohl am Freitag als auch am Samstag aus Kübeln geschüttet. Sonntag mussten wir das Auto aber wieder abgeben und hatten somit nicht viel Zeit um das bessere Wetter zu genießen. Ein paar schöne Herbstimpressionen sind aber doch dabei gewesen. Ich musste allerdings wieder mal ernüchtert feststellen das ich mal ein ordentliches Weitwinkelobjektiv brauche. Wie schön doch, dass man in Seattle ganz gut verdient ;-)

Das Fahrzeug, wurde extra nach Größe ausgesucht. Vass hat da so eine Macke für große Auos. Mit 18 l/100km kann man so ein Fahrzeug aber auch nur in den Staaten fahren. Selbst da wird es aber teuer.
Hat der Regen mal nachgelassen, so war immer noch der Nebel im Weg.
Richtung Leavenworth wurde das Wetter stellenweise mal etwas besser.
Nachts, auf der Fahrt zurück ins Hotel war aber dann aber wieder alles zu spät.
Nahe Leavenworth, der Herbst ist in der Gegend sehr farbenfroh.
In der Gegend um Ellensburg haben diesen Sommer Wald- und Buschbrände erheblichen Schaden angerichtet. Im Sommer ist es dort nämlich eher wüstenartig trocken.
Aussicht auf dem State Highway 97.

Von Leavenworth Richtung Seattle, am State Highway 2.

Am Sonntag war ich mal auf dem Wasser unterwegs. Die Fähre Seattle-Bremerton war bisher das beste Preis-Leistungs Verhältniss. Für $7,50 kommt man Hin und Zurück und hat dabei eine super Sicht. Sowohl auf die Stadt als auch auf die Berge, die See und die Tierwelt. Leider habe ich keine Wale gesehen, soll wohl auch mal vorkommen. Die Fähre fährt durch so eine Art Fjörd, überall sind Häuser im Schwedenstil. Das ganze dauert etwa 3 Stunden und man hat das Gefühl ganz weit weg von der Stadt und mitten in der Wildnis zu sein.

Ein Teil der Skyline von der noch angelegten Fähre aus.
Nochmal in die andere Richtung (Spaceneedle)
Und in Richtung der Frachtschifffahrt.
Etwas weiter auf dem Wasser eröffnet sich dann der Überblick auf die gesamte Stadt.
Die Spaceneedle von der untergehenden Sonne angestrahlt.

Der Sonne entgegen …

Ständige Begleiter, mal seitwärts, mal vorneweg
Da kommt dicke was gezogen …
… und geht später auf der Stadt nieder.
Wo wir hinfahren ist das Wetter aber besser (im Hintergrund die Olympic Mountains)
Ich hatte zwar gehört, dass es die hier geben soll. Aber als ich sie gesehen habe ist mir fast die Kamera aus der Hand gefallen. Natürlich habe ich mein Teleobjektiv in Dresden gelassen, könnt ich mich ärgern.
Die Sonne ist untergegangen und macht dem Mond Platz.

Bremerton

Washington Park Arboretum

Am Samstag war ich im Arboretum. Ein sehr schöner Ort, den man am ehesten mit dem Großen Garten vergleichen kann. Tatsächlich ist es ein Botanischer Garten. Über den Burke-Gillman-Trail sehr gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Ich bin allerdings ein Stück auf dem Foster-Island-Trail und Arboretum-Waterfront-Trail langgegangen, das ist dann eher nicht so fahrradgeeignet, da muss man schieben. Es lohnt sich aber, weil auch das ein schöner Ort ist.

Am Foster-Island-Trail
Arboretum Waterfront Trail … alles mit schwimmenden Brücken verbunden. Zu sehen ist das Washington Huskys Station.
Im Arborteum ist gerade Herbst …
… nicht das sonst hier nicht auch Herbst wär …
… aber hier ist er besonders bunt!

Seattle Museum of Flight

Da wie “versprochen” das Wetter nun umgeschlagen hat, muss ich meine Aktivitäten etwas weiter nach innen verlagern. Zum Glück gibt es hier genug Museen. Heute war das Seattle Flight Museum dran. Das liegt direkt am Boeing Werksgelände, obwohl man eher von Boeing Stadtteil sprechen sollte. Flächenmäßig könnte man da sicherlich fast die ganze Innenstadt nochmal draufbauen. Um da hin zu kommen habe ich mal meine ORCA Card benutzt, die Cray als vorbildlicher Arbeitgeber kostenfrei zur Verfügung stellt. Das Museum gliedert sich in 5 Teile: die gemischte Haupthalle, 1. WK, 2. WK, Boeings Geschichte und eine Außenfläche mit Concorde und Air Force One. Insgesamt sehr empfehlenswert, im Sommer sicherlich noch mehr, vor allem wenn man sich einen Rundflug leistet.

Das war schon gestern. Down Town, die zwei Westin Hotel Tower.
Auch gestern. Interstate Highway.
Squirrel
In der Haupthalle des MoF ist das “wertvollste” Exponat die Lockheed M-21 Blackbird. Hier sogar mit aufgesattelter D-21 Spionagedrohne.
Triebwerk der Blackbird P&W J58. Wer schon mal in das Triebwerk einer Rakete geschaut hat, wird da nicht viel Unterschied feststellen.
Alle Menge ganz “verrückter” Fluggeräte kann man da bewundern. In diesem Ding ist so eine Art Fahrrad drin. Gossamer Albatros II.

Stinson S Junior, wasserlandefähig
Granville Brothers Gee Bee Model Z Super Sportster (Replica)
Nachbau des Blackbird Cockpits zum selbst rein setzen. Ich habe sogar den ominösen “Thunderstorm” Knopf gefunden.
Alter Propellermotor, Typ P&W R-4360. Wenn man davor steht wundert man sich, dass die Dinger überhaupt funktionieren. So mit Kolben und Gestänge.
Halle im Überblick.
Kurzer Blick auf das Boeing Flight Field. Andere Städte haben das als alleiniger Interkontinentalflughafen, Boeing braucht den für sich. Naja, auch irgendwie verständlich.
In der 2. Weltkriegs-Halle.
In der 1. Weltkriegs-Halle. Das Ding ist original und aus Pappe, oder was auch immer. Das sieht derart abenteuerlich aus! Es handelt sich um eine Caproni Ca.20.
Eine S.E.5a der Royal Air Force
Nachbau der ersten Boeing Werkstatt
Cockpit der Concorde
Konferenzzimmer einer alten Air Force One (Reagan Ära?)
Ach, und zum Schluss … ein Relikt aus alten Zeiten, als noch unbegrenzt Hoffnung in die Raumfahrt gesteckt wurde.