Monthly Archives: November 2011

Die Andromeda Galaxie

Rogelio Bernal Andreo schreibt auf seiner Internetseite zur Andromeda Galaxie:

M31 or Andromeda is without a doubt one of the most imaged objects of the sky, and one I knew I had to come back and try to get an image that at least escaped mediocrity. For that reason I focused on capturing an image that would allow me to get as many details as possible from the bright core that otherwise it tends to be either oversaturated or simply too bright to discern any details.

Und das kann ich nur bestätigen. Den Kern sauber hin zu bekommen ist wahre Kunst. Mir ist es, naja sagen wir mal zu 40% gelungen. Ich habe 22 Bilder im Roten Kanal zu je 60 Sekunden gestacked. Danach durch meine übliche Pipeline gejagt. Will man die Galaxienscheibe schön hell rausarbeiten wird der Kern sehr schnell ausgebrannt. Ist der Kern gut belichtet saufen die feinen Ärmchen im Dunkel ab. Selbst wenn man Schummeln will und in Photoshop den Kernbereich aus einem dunkleren Bild reinkopiert, gelingt das nicht. Dann bekommt man die Helligkeitsübergänge nicht richtig hin. Selbst härteste Einstellungen im HDR Tool führen zu keinem wirklich guten Ergebnis.

Also, obwohl M31 aka. Andromeda-Nebel aka. Andromeda-Galaxie eines der meist fotografierten Objekte am Sternenhimmel ist, ist es ebenso eines der anspruchsvollsten. Zumindest wenn man es auf Qualität anlegt.

Andromeda Nebel mit Lohrmobs 22 x 60sec
"Mein" Andromeda Nebel. Der Kern ist die Hürde, auch hier noch etwas überbelichtet. Aufgenommen am Lohrmann-Observatorium Triebenberg.

Rosettennebel aka. NGC 2244

Den Rosettennebel gibt es so eigentlich gar nicht. Genau genommen sind es nämlich 5 Objekte die man umgangssprachlich als Rosettennebel bezeichnet. NGC 2244 ist dabei der innere Sternenhaufen, hier im Bild die 6er Konstellation unten rechts. NGC 2237, NGC 2238, NGC 2239 und NGC 2246 sind dann verschiedene Teile des rot leuchtenden Wasserstoffnebels. Wenn ich Muse habe, gibts vielleicht mal noch eine Aufklärung welche Nummer zu welchem Teil gehört.

Der Rosettennebel
Der Rosettennebel

Auch diese Aufnahme ist am Lohrmann-Observatorium in der wenigen Restzeit neben den wissenschaftlichen Aufnahmen entstanden. Insgesamt stecken 33 Bilder zu je 120sec Belichtungszeit drin. Nachbearbeitung habe ich wieder mit DeepSkyStacker und MaximDL gemacht, danach in LuminanceHDR eine tonemap-Bild erstellt und in Photoshop mit dem Original überlagert.

IC405 nochmal

Ich habe nochmal IC405 auf’s Korn genommen. Das Problem bei Astrofotos ist ja immer, dass man viele (gleiche) Aufnahmen benötigt um das Rauschen statistisch auszumitteln. Dabei muss man einen Drahtseilakt begehen. Zum Einen ist es so das man sich möglichst viele Aufnahmen (30+) pro Kanal wünscht, zum Anderen ist es aber so, dass man pro Bild möglichst lange Belichtungszeiten erreichen möchte damit auch noch “dunkle” Stellen eines Nebels zu sehen sind. Damit kommt man also so gut wie nie auf genügend Aufnahmen in einer Nacht. Zumindest bei uns im Lohrman-Observatorium kann aber so ein Farbbild ja nur gemacht werden, wenn alle wissenschaftliche Arbeit für eine Nacht abgeschlossen sind.

Da ich mit der zuletzt geposteten Version nicht zufrieden war, habe ich in einer weiteren Nacht nochmal 30 Minuten Belichtungszeit spendiert. Die Nachbearbeitung habe ich auch nochmal etwas modifiziert. Dieses Mal habe ich ein “normal” gestacktes Bild, in Photoshop, mit einer weichgezeichneten HDR-Version multipliziert.

Die neu bearbeitete Version vom IC405 Nebel. Jetzt mit 30 Minuten weiterer Belichtungszeit und modifizierter Nachbearbeitung.